Sonntag, 28. September 2008

8 Gründe warum ich Budapest liebe

Kino (mozi) : gnadenlos billig: 2 Euro Eintritt!

wenige Austauschstudenten: klar, man findet sie, wenn man will (und ich muss sagen, die ERASMUS-Party war echt cool), aber man hört einfach nicht an jeder Ecke Englisch, wenn man sich nicht gerade in den absoluten Touri-Gegenden befindet, und ich muss sagen.. ich find das ziemlich entspannend. Da kann ich in aller Ruhe mein Ungarisch üben.

Gentleman: Ich wusste ja schon immer, dass die Jungs in Pannonhalma unglaublich höflich und zuvorkommend sind, aber anscheinend gehört das hier tatsächlich zur Kultur, zurückhaltend, charmant und höflich zu sein, ich bin so begeistert! (also deutsche Männer: nehmt euch mal ein Beispiel! Einer Frau die Tür aufzuhalten, ist nicht altmodisch!!)

Mode: haha..okay, nicht wirklich ein Grund, höchstens aus unterhaltungstechnischen Gründen. Zu Beschreiben in wenigen Worten: kurz, möglichst durchsichtig und beschränkt, viel Glitzer und Gold, lange Fingernägel (je greller desto besser) Leopardenmuster everywhere und... absolut coole Schuhe!! Also, ich muss sagen, wie interessant die Mode auch sonst.. ich befinde mich hier im absoluten Schuhparadies! Angekommen mit 10 Paar, in einem Jahr: uff.. ich werde mal schaun, irgendwie muss ich das ganze Zeugs ja auch wieder nach Hause bekommen!

Entspanntheit: okay, am Anfang bin ich fast durchgedreht, wie entspannt hier alle alles angehen. Ja, kein Problem, dann warten wir halt drei Stunden in der Schlange, ist halt so, kann man nix machen, passt schon. Doch je länger ich hier bin, desto mehr weiß ich das irgendwie zu schätzen. Ja, ich hasse immer noch Schlangen, aber auf der anderen Seit resultiert diese Entspanntheit auch einfach darin, dass alle unglaublich viel Zeit haben und sich drei Stunden mit den Problemen einer ERASMUS-Studentin auseinandersetzen können =)

Uni
: chaotisch, unbestreitbar, aber: mitten in der Innenstadt, fünf Minuten von meiner Wohnung entfernt! So cool, ich kann verschlafen (was jetzt schon zwei Mal vorgekommen ist, in den letzten fünf Unitagen..) und bin trotzdem noch pünktlich, genial!

IKEA: für noch viiiel billigere Preise als in Deutschland!!

Sprachschulen mit Quasi-Einzelunterricht: ja,ich glaub hier erübrigt sich der Kommentar :)

Samstag, 27. September 2008

a lakásam (meine Wohnung)

Nachdem das mit dem Videoblog nix geworden, hier wenigstens ein kleiner Blick in meine Wohnung :)

Donnerstag, 25. September 2008

Stundenplan!

Ich... bin tatsächlich sprachlos... das Undenkbare, das Unglaubliche, das Niemalsmöglicherscheinende ist wahr geworden: Lea hat endlich einen Stundenplan. Ne, im Ernst, mit richtigen Vorlesungen, jeden Tag in der Woche und noch dazu auf Englisch! Das ist mehr als zu Träumen gewagt hätte! Aber mit Hilfe der unglaublich netten ungarischen Jungs an meiner Fakultät ist das Unglaublich doch Wahrheit geworden.
Ich muss sagen, was echt genial ist, an meiner Uni, ist die Klassengröße. Anscheinend ist Mathe in Ungarn noch unbeliebter als in Deutschland (was ich niemals für möglich gehalten hätte) und so hat hier jeder Jahrgang ab dem 3. Semester ungefähr so um die 15-20 (!!) Leute, was in teilweise Privatklassen mit Profs ausartet, total krank. Ich hab heute nämlich einen total netten Kerl kennengelernt, der mir angeboten hat, mir mit meiner komplexen Funktionentheorie-Vorlesung zu helfen (was auch bitter nötig sein wird, weil der Prof die meiste Zeit der Vorlesung damit verbringt auf seinen Schuhabsätzen vor und zurück wippt und versucht seinen Faden wieder zu finden). Anschließend meinte er dann: Hey, und wenn du noch Vorlesungen brauchst, ich hab da Privatunterricht beim Prof, aber du kannst gerne noch einsteigen, dann sind wir wenigstens zu zweit. Voll geil sowas, allerdings hat das natürlich den eindeutigen Nachteil, dass ich jetzt tatsächlich immer in die Uni muss UND nicht zu spät kommen kann. Okay, das zweite ist eindeutig das größte Problem, ihr kennt meine Pünktlichkeit in Vorlesungen ;) Aber die Profs sind einfach total nett, was auch etwas darüber hinweghilft, dass ich grad nicht sooo viel von dem verstehe von dem. was die erzählen..
Sonst gibts grad nicht so viel, meine Hausaufgaben im Sprachkurs sind jetzt nur noch Ungarisch mit meinen Freunden zu reden und im Restaurant zu bestellen (pff :D) und ich werd grad ausm Mäcces rausgeschmissne, immer noch meine einzige INternetquelle.. Später mehr!! ciaoi

Montag, 22. September 2008

zürück (vissz)

Ja, da bin ich also wieder in meiner dritten Heimat angelangt - mit Vordiplom, boah!! :) Also.. so wahrscheinlich, aber meine mündliche Prüfung in Numerik hab ich auf jeden Fall bestanden und Ana müsste wohl doch auch gereicht haben. Das heißt, ich kann mich jetzt vollkommen meinem ungarischen Leben widmen!
Aber natürlich konnte ich München nicht verlassen ohne dem Oktoberfest einen Besuch abzustatten. Doch zuerst hieß es Freitag nach meiner letzten Wohnung erst mal Wohnung ausräumen, was Ewigkeiten in Anspruch genommen hat. Ich hatte einfach so viel Mist noch da, inklusiver meiner.. äh.. ja Milchzähne, keine Ahnung, warum ich die mit nach München genommen habe :)
Sonntag morgen waren wir nach harter Arbeit dann endlich fertig, die Wohnung war leer, meine Family war wieder aufm dem Weg nach Hause (Vielen, vielen Dank euch noch mal!!) und nachdem ich mir bei Yvonne noch mal schön den Bauch mit Waffeln vollgeschlagen haben, war alles bereit für den Wiesn Besuch. Rein ins Dirndl, Thomas geschnappt und nichts wie ab ins.. Käferzelt. Okay, nicht ernsthaft, aber wir wollten mal schaun, welchen Promis man da so alles über den Weg läuft. Tja, um ehrlich zu sein.. nicht wirklich vielen nennenswerten - Germany's Next Topmodel, die Bacholerette und jetzige Freundin von Oli Pocher und Elton. Und das alles bei über 6 Euro für ne Halbe. Schweinsteiger war natürlich nicht da und deswegen sind wir dann auch ziemlich schnell wieder gegangen und haben woanders weitergefeiert..
ja, und dann gings (viel zu früh) per Nachtzug mit zwei Schweizern und einem Russen im Abteil wieder Richtung Budapest. Das ist irgendwie schon ein komisches Gefühl, so ein Hin- und Hergerrisensein zwischen den Welten. Auf der einen Seite bin ich in München einfach total heimisch und es fällt mir viel schwerer als erwartet Abschied zu nehmen und auf der anderen Seite freu ich mich auch wieder total endlich wieder hier zu sein - und natürlich nicht nur wegen Sprachkurs morgen ;)

Mittwoch, 10. September 2008

lernen und so..

Die Motivation war da.. aber Gott, ich glaub, es war wohl doch ein bisschen utopisch zu glauben, dass ich hier echt zum Lernen komme.
Aber mal von vorne. Nachdem ich natürlich immer noch keinen Stundenplan habe, hatte ich zumindest gestern das erste Mal Sprachkurs. Haltet euch fest: Nicht nur, dass ich anscheinend die einzige Anfängerin zu sein scheine zur Zeit und ich deswegen für den Gruppenpreis Privatunterricht bekomme, nene, es kommt noch besser.. Mein Sprachlehrer ist jung, cool und heiß! Ach ja, und bevor ichs vergesse zu erwähnen, auch als Sprachlehrer ziemlich begabt :) Hach,ich freu mich schon auf morgen, dann ist das nächste Mal, ich kanns kaum erwarten, die Leute um mich herum auch mal einigermaßen zu verstehen.
Nach dem Sprachkurs bin ich natürlich auch nicht zum Lernen gekommen, weil Agnetha und Zsófi großes Dinner bei sich zu Hause veranstaltet haben, mit viel Wein und Palinka (ungarischem Schnaps) und zumindest weitgehend gelungenem Essen. (Haha, ne, Agnetha, es war echt lecker!!).
Jetzt habe ich heute wieder Kopfschmerzen, aber für den schönen Abend hat sichs echt gelohnt. Verständigung lief irgendwie auf einem Mix aus Englisch, Deutsch, Ungarisch und Polnisch,aber ich glaub irgendwie hat doch jeder alles so halbwegs mitbekommen. Es ist schon witzig, wie alles irgendwie mit dem Schüleraustausch meiner deutschen Schule in Meschede mit der ungarischen Jungenschule in Pannonhalma zusammenhängt. Deswegen bin ich hier, Agnetha hat ihren (ungarischen) Freund aus Pannonhalma kennengelernt, als er nach dem ungarischen Abi ein Jahr in Meschede verbracht hat, Agnetha hat ihre Mitbewohnerin Zsófi über deren Freund kennengelernt, der auch ein Jahr in Meschede war und dann waren gestern noch ein Freund von Zsófi und seine polnische Freundin da, der ein Jahr im Stift Melk in Österreich verbracht hat, was als Benediktinerkloster ziemlich engen Kontakt auch zu unserem Kloster hat. Ja, so schließt sich der Kreis..
Mal schaun, ob ich gleich noch mit meinem Mitbewohner Florián ins Kino gehe. Der hat mich gestern gefragt, ob ich Lust hab, und ich hab spontan sofort zugesagt, aber anscheinend ist das in Ungarn schon sowas wie ein Date, und nachdem mein anderer Mitbewohner Tamás gestern noch meinte, dass ich mich wohl glücklich schätzen könnte, die erste Frau überhaupt gewesen sein könnte, mit der Florián mehr als drei Worte gewechselt hat, beginne ich mich langsam zu fragen, worauf ich mich da schon wieder eingelassen habe..

Sonntag, 7. September 2008

endlich wieder licht :)

Ich habe endlich wieder Licht! Mir ist die Sicherung rausgeflogen und weil ich den Sicherungskasten nicht gefunden habe, hab ich dann die letzten drei Tage im Dunkeln verbracht. Heute hab ich mich entschlossen, dass es echt nicht so weiter gehen kann, aber erklär mal deinem Vermieter, was passiert ist.. auf Ungarisch :) Vollkommen hoffnungslos, aber noch schaffbar. Noch hoffnungsloser allerdings die Versuche vom Vermieter mir zu erklären wo der Sicherungskasten hängt. Der hat sich dann doch lieber 1 1/2 Stunden ins Auto gesetzt, nach Budapest gefahren, das selbst geregelt und ist dann wieder nach Hause gefahren. Mann, hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber weil noch keiner meiner neuen Mitbewohner da ist, war das irgendwie die einzige Möglichkeit. Wobei... eigetnlich wohnt der eine schon da, aber ich habe das gewisse Gefühl, dass der irgendwie Angst hat mich zu treffen. Der kommt immer heim, wenn ich schon am schlafen bin und ist wieder weg, wenn ich aufwache. Ich hab dann noch versucht, per Zettel mit ihm in Kontakt zu treten und ihn um Hilfe gebeten, aber nachdem er auch das gewissenhaft ignoriert hat, bin ich mal gespannt, wann ich ihn das nächste Mal zu Gesicht bekommen werde..
Total witzig, ich hab vorgestern abend rausgefunden, dass über mir auch Deutsche wohnen, 3er WG von deutschen Medizinstudenten. Das sieht nämlich so aus, das viele, die in Deutschland wegen NC keinen Studienplatz bekommen habe, nach Budapest an die Semmelweis-Universität zum Studieren kommen und hier ihr Grundstudium (oder wie das für Medizinier heißt) absolvieren. Das kostet dann ein Schweinegeld (über 5000 €), aber zumindest kann man auf Deutsch studieren und meistens später in Deutschland weitermachen. Naja, auf jeden Fall hatten die Jungs ne Party oben und ich habe dann für den Abend alle guten Lernvorsätze über Bord geworfen und 2, 3 Bierchen mitgetrunken :). Was mich ziemlich geschockt hat, war die Tatsache, dass die allesamt nur schlechte Erfahrungen mit Ungarn gemacht haben. Obwohl die alle schon mehr als 1 Jahr in Budapest wohnen, kennt keiner irgendwelche Ungarn und meinten alle Ungarn seien ihnen vollkommen negativ begegnet. Total krass, , ich meine ich wohne hier ja gerade mal eine Woche und hab Ungarn sonst immer nur über Dudus kennengelernt, aber meine Erfahrungen waren (auch in der letzten Woche) sooo positiv und ehrlich gesagt macht mir das jetz doch ein bisschen Angst, dass die Erfahrungen von denen sooo schlecht sind. Naja, ich hoffe einfach mal, das liegt nur daran, dass die immer in Gruppen von 30 deutschsprechenden Leuten durch die Stadt ziehen.. oder so..
Sonst ist mir grad eher n bisschen langweilig, ich muss den ganzen Tag lernen und wie gesagt noch keiner da. Morgen fängt aber endlich mein Sprachkurs an und ich hoffe, dann wirds wieder ein bisschen spannender!

Freitag, 5. September 2008

deutsche Organisiertheit..

Jeder, der mich nur so einigermaßen kennt, weiß: Organisiertheit ist eines jener Worte, die mich wirklich ziemlich schlecht bis gar nicht beschreiben.
Tja, heute ist mir aber klar geworden, wie relativ so eine Beurteilung sein kann. Ich versuche jetzt schon seit fünf Tagen einen Stundneplan für mein Semester zu bekommen und werde von Hinz nach Kunz und wieder zurück geschickt und natürlich haben sämtliche ERASMUS Betreuer in den ersten zwei Wochen des Semesters ihren wohlverdienten Urlaub genommen. Drei Stunden heute wieder durch die Uni geirrt, und keinen Deut weitergekommen, es ist sooo frustrierend! Ich weiß noch, wie Agnetha mir bei meinem letzten Besuch in Budapest mal erzählt hat, wie schlimm die ungarische Bürokratie ist, aber ich war so: jaja, das kann ja echt nicht schlimmer sein als in Deutschland... Tja, das Chaos hier kann man sich nur vorstellen, wenn man es am eigenen Leib erfahren hat, unvorstellbar! Und so darf ich dann nächste Woche wieder hin! Uff!!
Naja, wenn ich grad nicht den ganzen Tag in der Uni verbringe, versuche ich wenigstens einigermaßen zum Lernen zu kommen. Ach, dass ich jetzt noch in zwei Wochen Prüfungen in Deutschland schreiben muss, ist so ärgerlich, weil jetzt natürlich die ganzen Erasmus-Prüfungen überall sind.. und ich nicht hin kann :(
Haha, naja, dafür versack ich dann mit meinem Vermieter in der Küche bei ner Flasche Wein. Ja, genau der von meiner letzten Story.. Hat sich rausgestellt, dass der echt total nett ist und so haben wir dann gestern den ganzen Abend bei Original ungarischem Wein verbracht. Und NEIN, ich find ihn nicht heiß, bevor hier noch irgendwelche Gerüchte aufkommen :)

Mittwoch, 3. September 2008

Entscheidung gefällt

So, nach zahlreichem Hin- und Herüberlegen ist die Entscheidung gefallen. Eigentlich habe ich keine Ahnung, worauf ich mich da eigentlich einlasse, ich habe ja noch nicht mal WG-Erfahrung.. aber es sieht so aus, als hätte ich ab morgen eine Zimmernachbarin :)
Ja, es wird die erste Wohnung! Krizstina ist total nett und deswegen habe ich mich dann spontan noch bei unserem Treffen entschieden, dass ja wirklich nicht so viel dagegen spricht, es einfach mal zu versuchen, zumal die meisten Ungarn hier sowieso nicht verstehen, was überhaupt mein Problem ist (war). Viele von denen, die ich bis jetzt kennengelernt habe, waren früher auf einem Internat oder haben zumindest lange Zeit mit ihren Geschwistern ein Zimmer geteilt.. also, wenn die das alle schaffen, dann besteht für mich ja auch eine gewisse Chance =) Außerdem ist die Wohnung einfach echt schön und ich wohne jetzt tatsächlich mit drei Ungarn zusammen, Kristzina, dem Sohn vom Vermieter und noch einem Jungen. Haha, also, wenn der Sohn drauf ist, wie der Vermieter selber, wird das eine verdammt witzige Zeit werden:
Nachdem ich heute nachmittag schon mal meinen Schlüssel (a kulcs) abgeholt hatte, bin ich heute abend noch mal hin um den ersten Teil meines Gepäcks abzuliefern. Ich schließe die Tür auf und auf einmal steht doch noch der Vermieter vor mir, der eigentlich schon zwei Stunden früher hatte gehen wollen. Er guckt mich total komisch an und meint: Oh, ich habe Sie noch gar nicht mehr erwartet. Ich denke mir nicht viel dabei und gehe in mein Zimmer um meine Sachen abzuladen und den Schrank einzuräumen, aber als ich dann fünf Minuten später wieder rausgehe, um den Vertrag abzugeben, ist der Kerl wie vom Erdboben verschluckt. Nachdem ich ihn dann nirgendwo in der Wohnung gefunden hab, hab ich mir halt gedacht: Mh, das ist schon ein bisschen unhöflich einfach so zu gehen, aber na gut.. Also gehe ich noch einmal kurz in die Küche um mir schnell was zu trinken einzuschenken und dann wieder zu gehen, als ich plötzlich verdächtige Geräusche aus dem Zimmer höre, das eigentlich seinem Sohn gehört und am Nachmittag noch abgeschlossen gewesen war. Tja, und dann fallen mir auf einmal die hochhackigen Frauenschuhe neben der Tür auf.. obwohl Kristzina erst in einer Woche einziehen wird.. als die Geräusche immer lauter wurden, hab ich mich dann entschlossen, das mit dem Vertrag doch lieber später zu klären und zurück in Agnethas Wohnung zu fahren :)

Dienstag, 2. September 2008

Montag, 1. September 2008

Schock!

Es wär auch zu schön gewesen, wenn alles locker weitergelaufen wäre..
Heute war Registrierungstag an der Eötvös Loránd Tudományegyetem, meiner ungarischen Uni. Das heißt.. hätte sein sollen, denn irgendwie ist dann doch nur alles schief gegangen, was hätte schief gehen sollen.
Das ganze fing schon heute morgen damit an, dass O2 anscheinend beschlossen hatte nicht wie vorgesehen meinen Handyvertrag am 1.Oktober auf Eis zu legen, sondern doch lieber gleich am 1. September. Etwas blöde, weil es so quasi unmöglich war Dudus am Campus zu finden, der eigentlich meine persönlicher Mentor hätte sein sollen und ich mich jetzt auf einmal alleine durchs Uni-Wirrwarr schlagen musste.
Wer denkt, dass die TU München etwas unorganisiert ist.. HA! Ihr habt keine Ahnung! Hier sitzen zwar an jeder Ecke irgendwelche Pförtner oder Menschen, die angeblich den Weg weisen sollen, aber.. keiner hat auch nur die geringste Ahnung! Nicht, dass nicht alle total freundlich und hilfsbereit gewesen wären.. aber im Endeffekt hats doch eine Stunde gedauert, bis ich endlich beim zuständigen Büro des Mathekoordinator angekommen war, der mich dann weiterschickte - nur um das festzustellen, dass Ms. Erasmus coordinator für die nächsten zwei Stunden Mittagspause haben würde. Dudus hatte ich immer noch nicht gefunden und so beschloss ich ein wenig Budapest zu erkunden, zumindest die Gegend um die Uni. Hach, ich werd glaub ich wie aus Amerika wieder zurückkommen - mindestens 20 Kilo schwerer, weil überall leckeres Essen und noch nicht mal eine Mensa, die einen vor den schlimmsten Verführungen bewahren könnte!
Naja, nach zwei Stunden war ich dann wieder an der Uni nur um dann festzustellen, dass die Frau DOCH nicht zuständig war, aber zumindest fand ich endlich Dudus wieder. Ihr könnt natürlich ahnen, wo wir dann hinmussten: oh ja, zurück zu Nummer 1, der schließlich den Vogel abschoss, als er mir eröffnete, dass ich da wohl was falsch verstanden hätte: "English lectures? No, I'm sorry, since we hardly have any foreign students, this would not make any sense. But I have written this to you in my e-mails!" (okay, also für alle, die jetzt ein lachendes "ooh typisch Lea" von sich geben: hat er nicht!!! Ich hab grad noch mal alle E-Mails gescannt! :) ).
Ja, da saß ich nun, "etwas geschockt", aber zumindest hätte ich so wirklich die Zeit fünf Mal pro Woche 6 Stunden am Tag zum Sprachkurs zu gehen, yeah! Zum Glück stellte sich dann doch raus, dass es wohl doch knapp ein Dutzend englische Vorlesungen geben wird, so dass ich wohl doch nicht so ganz ums Mathemachen rumkommen werde, aber Zeiten und Orte stehen noch nicht fest (oh Univis, wie vermiss ich dich!).
Natürlich konnte ich meine Kurse dann aber nciht mehr registrieren, weil der zuständige Betreuer schon Feierabend gemacht hatte und jetzt darf ich morgen wieder hin. Also da sag dann noch mal einer: Deutschland sei bürokratisch! Aber Loriot hätte glaub ich seine wahre Freude an dieser Welt.. und ich auch irgendwie :)