Freitag, 24. Oktober 2008

Ein Hoch auf Couchsurfing!

Nachdem ich jetzt schon von mehreren Seiten gehört habe, dass meine Einträge in letzter Zeit ein wenig zu rar werden, wird es heute mal wieder Zeit, euch auf den neusten Stand zu bringen:

Tja, zur Zeit befinde ich mich in Krakau zum Treffen der Osteuropastipendiaten der Stusti.
Mein erstes Mal in Polen.. und ich muss sagen, ich bin wirklch begeistert von der Stadt und den Menschen. So sehr, dass ich einen Moment lang überlegt habe, ob dass nicht vielleicht auch ein cooles Austauschjahr gewesen wäre, zumal es hier sogar eine gute Uni MIT englischen Kursen gibt :).
Das Osteuropa-Treffen fängt eigentlich erst heute an, aber weil natürlich Freitags keine Busse von Budapest nach Krakau fahren, bin ich schon seit Mittwoch in der Stadt (weil ich einfach nicht die Motivation hatte, 20 Stunden in einem ruckeligen, alten "Schnellzug" zu sitzen). Also hieß es Mittwoch morgen um viertel vor fünf aufstehen und auf in den Bus in Richtung Polen. Für 15 Euro (!!!) und nach 8 Stunden Fahrzeit war ich dann endlich da.. und mir wurde klar, dass eine gewisse Organisation von so einem Trip vielleicht gar nicht mal so schlecht ist. Ich glaub ich war wirklich selten so schlecht informiert. Ich hatte keine Ahnung, wo ich angekommen war, wieviel Zloty man für einen Euro bekommt und ob meine Couchsurfinggelegenheit wirklich wusste, dass ich am Mittwoch kommen würde. Jaja, Flo, ich weiß wie sehr die gerade ein Kommentar auf den Lippen brennt, aber... es hat alles super geklappt. Weil mir nix anderes übrig blieb, bin ich einfach mal losgelaufen, der weiblichen Intuition folgend (und dem Großteil der Leute) und war ziemlich schnell in der Innenstadt. Dann stellte sich heraus, dass ich tatsächlich eine Couch für die nächsten zwei Nächte haben würde und die Sache mit dem Zloty habe ich schließlich auch noch herausbekommen (3,65 !). So wurde ich dann um 6 Uhr abends von Kamila und ihrem Freund von Mihal abgeholt und in ihre süße kleine Wohnung im 10. Stock eines von außen ziemlich hässlichen Hochhauses geführt. Wow, ich kann echt nur sagen: Ich LIEBE couchsurfing. Mein Erlebnis in Korsika war schon so positiv gewesen und ich konnte mir vorher kaum vorstellen, dass es überhaupt möglich sein könnte wieder so nett und freundlich aufgenommen zu werden.. aber es war mindestens genauso cool! Kamila ist eine der reisefreudigsten Personen, die ich je kennengelernt habe und hat so ziemlich alles in Europa bereist, was man bereisen kann. Ach, das hat so richtig die Reiselust in mir geweckt. Besonders gerade weil es gerade nicht die Standardziele sind, die sie besucht, die letzte Reise von Kamila und Mihal war zum Beispiel Mountainbiken in Estland. Ihr nächster Plan ist der Update des Lonely Planets über Polen!
Mit den beiden wohnen ihre zwei genauso offenenen und freundlichen Mitbewohner Marianna und Sylvia, die zufälligerweise beide auch noch super Deutsch sprechen. Dann hat sich auch noch rausgestellt, dass Marianna genauso ein Nachtschwärmer ist wie ich und wir haben die letzten beiden Nächte bis morgens um 2 über Gott und die Welt, unsere Auslandserlebnisse und alles mögliche gequatscht. Kurzum: Wer von euch Couchsurfing noch nicht ausprobiert hat: LOS, es ist so lohnenswert! (-> www.couchsurfing.com)

Die Stadt hat den 2. Weltkrieg ziemlich gut überstanden und so besteht die Altstadt hauptsächlich aus schönen, alten Gebäuden, die ausnahmslos in tadellosem Zustand sind. Anscheinend sind es nur die Deutschen (oder ich), die keine Ahnung haben/hatten, wie sehr sich eine Reise hierher lohnt, denn die Stadt ist regelrecht überlaufen von Amerikanern, Australiern, Franzosen, Russen und und und.. Man fühlt sich fast wie in der Münchner Innenstadt, wo man mehr Fremdsprachen aus aller Welt als die Landessprache hört.
Natürlich gehört zu einem Besuch Krakaus auch der Besuch von Auschwitz-Birkenau. Wahrscheinlich haben die meisten von euch schon einmal ein Konzentrationslager besucht, aber die Dimensionen dieses Lagers sind kaum vorstellbar, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Während Auschwitz I auf ehemaligen Gelände der polnischen Armee entstand und mit ungefähr 30 Gebäuden noch relativ überschaubar war, wurde Auschwitz-Birkenau 1942 ausschließlich für die Vernichtung konzipiert. Das Gelände war mit über 300 Gebäuden, von denen heute weniger als 50 erhalten sind, unvorstellbar riesig. Den Abschluss meiner circa dreieinhalbstündigen Führung bildete das Betreten einer der "Häuser", in denen die Frauen untergebracht worden waren - Steinbaracke wäre wohl ein treffenderes Wort. Das war der Moment, wo man am ehesten nachvollziehen konnte, wie unvorstellbar schrecklich das Leben im Lager gewesen sein musste. Es gab weder Licht noch Heizung und mehr als 100 Frauen, manchmal sogar doppelt so viele, waren in einer der kleinen Baracken untergebracht. "Geschlafen" wurde in kleinen Holznischen, 6 oder mehr Frauen auf einer Unterlage, die kaum mehr als 1,30 breit war. Ich glaube, ich kann das Ganze kaum so beschreiben, dass man sich nur annähernd vorstellen kann, welches Gefühl man hat, nachdem man das Lager wieder verlassen, den Stacheldraht und die Beklemmung hinter sich lassen kann. Ich hatte das erste Mal in einem Leben das Gefühl ansatzweise begreifen zu können, welche unbeschreiblichen Dinge damals vor sich gegangen sind. Es war ein schrecklicher Besuch, aber ich bin froh, dass ich es mir angeschaut habe und ich kann nur jedem empfehlen, das auch zu tun, wenn er in der Nähe von Krakau ist.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Eine Woche Schwesternpower


Hey ihr Lieben,

tut mir Leid, dass ihr so lange auf mich verzichten musstet :)
Letzte Woche war meine Schwester Sophie zu Besuch und natürlich verlangte das meine gesamte Aufmerksamkeit! Eine Woche Sightseeing und die Stadt unsicher machen - ich muss sagen, das Sprichwort, dass man seine Stadt erst wirklich kennen lernt, wenn man Besuch hat, hat sich mal wieder als wahr herausgestellt. Nicht nur, dass ich jetzt sämtliche Bars und Restaurants kenne, wir haben zusätzlich so viele Sehenswürdigkeiten abgeklappert wie nur möglich: wir waren am Parlament, auf der Burg, auf der Marghareteninsel (margitsziget) mitten auf der Donau (Duna) (siehe Foto), in den Ausstellung World Press Photo und Körperwelten (Bodies kiállítás) (ja genau, von dem verrückten Kerl, der Menschen präpariert und dann in Scheiben geschnitten ausstellt) und und und.. Und natürlich haben wir ausgenutzt, dass die Hälfte der Filme hier im Kino nicht synchronisiert in Originalsprache ausgestrahlt werden. Ja, was für ein Glück, dass zur Zeit auch die Welle hier läuft. Ich hab natürlich die ganze Zeit versucht, das Deutsche auszublenden und nur die ungarische Untertitel zu lesen, aber nachdem ich dann irgenwann festgestellt habe, dass ich sowieso alles verstehe, hab ich mich dann doch lieber auf die Originalsprache konzentriert, damit ich nicht so ganz das Deutsche verlerne :P
Nein, im Ernst, mit meinem Ungarisch geht es so quälend langsam vorwärts. Obwohl ich jeden Tag gefühlte 1000 neue Worte lerne, ist es so frustrierend. Sobald ich meine Wohnung verlasse und auch nur versuche die Werbung um mich herum zu verstehen, zeigt sich wie langsam ich nur voran komme, geschweige denn, dass ich irgendwas von dem verstehe, was die Leute um mich herum erzählen. Ich freue mich schon jedes Mal, wenn ich im MacDonalds auf Ungarisch (magyarul) bestellen kann. Ja, na klar, ich bin gerade einen Monat hier. Jeder von euch wird wahrscheinlich sagen: Hey, kein Stress, dafür dass du überhaupt nichts konntest, als du angekommen bist, hast du doch schon was erreicht und so schnell kann man nun keine Sprache lernen. Ihr habt Recht, rein objektiv betrachtet... aber ich kann das trotzdem nicht akzeptieren :) Deswegen greife ich jetzt zu radikalen Mitteln. Wenn meine Mitbewohner heute abend von ihren Wochenenden zuhause (außerhalb von Budapest) zurückkommen, werde ich ihnen eröffnen, dass ab morgen unsere einzige Konversationssprache Ungarisch sein wird. Krisztina spricht so perfekt Deutsch und Tamás so gutes Englisch, dass das einfach zu leicht war die letzten Wochen. Deswegen müssen wir glaub ich echt zu radikaleren Maßnahmen greifen, sonst kann ich in einem Jahr genauso wenig wie heute!
Aber zurück zu Sophies Besuch. Die ist seit Samstag wieder in Deutschland und obwohl wir echt die ganze Zeit zusammen waren, war es echt eine coole Woche. Das komische war, dass ich die Stadt auf einmal wie ein Tourist erlebt habe und die Stadt plötzlich wieder mit ganz anderen Augen gesehen habe. Und jetzt, wo sie wieder im Sauerland ist, ist es wieder ganz anders, fast so, als würde mein Auslandsjahr nächste Woche noch einmal von vorne losgehen. Ganz komisch irgendwie. Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass ich jetzt endlich anfange meine Freizeit zu organisieren (jaja, Sina, enthalte dich deines Kommentars ;) ). Ich hoffe, dass das klappt, dass ich ab nächste Woche Wasserball spiele und ich muss mich langsam auch mal an das Projekt für die Studienstiftung begeben, auch wenn ich da noch nicht so wirklich eine Ahnung hab, was ich machen soll, mal schauen. Auf jeden Fall hab ich festgestellt, dass ich mit dem, was ich mir in den letzten zwei Jahren so sehnlichst gewünscht habe, gar nicht klar komme : freier Zeit. Deswegen werde ich das jetzt in Angriff nehmen!

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Graphtheorie

Neinnein, fangt erst mal an zu lesen, ich werd bestimmt jetzt keine mathematischen Abhandlungen schreiben! Ich wollte eigentlich vielmehr nur über meinen absolut grausamen Tag gestern erzählen.
Das Ganze hat natürlich mit meinem Stundenplan zu tun. Wie ich ja schon erzählt habe, hatte ich bei der Wahl meiner Vorlesungen eigentlich nur die Wahl zwischen "Nicht-Verstehen-Wegen-Ungarisch" und "Nicht-Verstehen-Wegen-Unterrichtslevel". Ich hab mich ja dann für zweiteres entschieden und höre nun also "Graphtheorie" mit lauter 8. und 9. Semestlern, die schon total die Ahnung haben. Ich glaub ich könnte da wohl ganz gut mit leben, zumal die Noten in Deutschland eh nicht anerkannt werden, aber mein Prof ist da anscheinend anderer Ansicht und hat sich vorgenommen mich zu adoptieren und in Graphtheorie aufzuziehen. Gestern war dann unser erstes/-r Einzelgespräch/-unterricht/-treffen angesetzt für 12 Uhr... Ich war froh als ich um 3 endlich wieder draußen war. Okay, froh ist wohl die Untertreibung schlechthin.. Schweißflecken unter den Armen, kaltgeschwitzte Stirn und zitternde Hände.. es war einfach grauenhaft und erniedrigend. Irgendwie schien ihn das nicht wirklich zu interessieren, als ich versucht hab ihm klar zu machen, dass ich keinerlei Basiswissen hab. "So, Lea, what do you know about Hamiltonian circles" - "nothing" - " oh okay, let me explain it to you... and Tutte's theorem.. oh and Hall's theorem.. or wait.. why don't you explain it to me" "but i don't.." "nono, it's okay, don't be shy, you don't have to get nervous, we'll work this out togeher.. or you do it" Und dann ging die Erniedrigung erst richtig los. Es war einfach GRAUENHAFT, weil er mich auch einfach nicht gehen lassen wollte, obwohl es so eindeutig war, dass ich einfach gar keine Ahnung hatte. Nach drei Stunden guckte er mich dann (endlich!!) mit traurigem Blick an und meinte: "okay, you can go now.. next week same time?"

Sonntag, 28. September 2008

8 Gründe warum ich Budapest liebe

Kino (mozi) : gnadenlos billig: 2 Euro Eintritt!

wenige Austauschstudenten: klar, man findet sie, wenn man will (und ich muss sagen, die ERASMUS-Party war echt cool), aber man hört einfach nicht an jeder Ecke Englisch, wenn man sich nicht gerade in den absoluten Touri-Gegenden befindet, und ich muss sagen.. ich find das ziemlich entspannend. Da kann ich in aller Ruhe mein Ungarisch üben.

Gentleman: Ich wusste ja schon immer, dass die Jungs in Pannonhalma unglaublich höflich und zuvorkommend sind, aber anscheinend gehört das hier tatsächlich zur Kultur, zurückhaltend, charmant und höflich zu sein, ich bin so begeistert! (also deutsche Männer: nehmt euch mal ein Beispiel! Einer Frau die Tür aufzuhalten, ist nicht altmodisch!!)

Mode: haha..okay, nicht wirklich ein Grund, höchstens aus unterhaltungstechnischen Gründen. Zu Beschreiben in wenigen Worten: kurz, möglichst durchsichtig und beschränkt, viel Glitzer und Gold, lange Fingernägel (je greller desto besser) Leopardenmuster everywhere und... absolut coole Schuhe!! Also, ich muss sagen, wie interessant die Mode auch sonst.. ich befinde mich hier im absoluten Schuhparadies! Angekommen mit 10 Paar, in einem Jahr: uff.. ich werde mal schaun, irgendwie muss ich das ganze Zeugs ja auch wieder nach Hause bekommen!

Entspanntheit: okay, am Anfang bin ich fast durchgedreht, wie entspannt hier alle alles angehen. Ja, kein Problem, dann warten wir halt drei Stunden in der Schlange, ist halt so, kann man nix machen, passt schon. Doch je länger ich hier bin, desto mehr weiß ich das irgendwie zu schätzen. Ja, ich hasse immer noch Schlangen, aber auf der anderen Seit resultiert diese Entspanntheit auch einfach darin, dass alle unglaublich viel Zeit haben und sich drei Stunden mit den Problemen einer ERASMUS-Studentin auseinandersetzen können =)

Uni
: chaotisch, unbestreitbar, aber: mitten in der Innenstadt, fünf Minuten von meiner Wohnung entfernt! So cool, ich kann verschlafen (was jetzt schon zwei Mal vorgekommen ist, in den letzten fünf Unitagen..) und bin trotzdem noch pünktlich, genial!

IKEA: für noch viiiel billigere Preise als in Deutschland!!

Sprachschulen mit Quasi-Einzelunterricht: ja,ich glaub hier erübrigt sich der Kommentar :)

Samstag, 27. September 2008

a lakásam (meine Wohnung)

Nachdem das mit dem Videoblog nix geworden, hier wenigstens ein kleiner Blick in meine Wohnung :)

Donnerstag, 25. September 2008

Stundenplan!

Ich... bin tatsächlich sprachlos... das Undenkbare, das Unglaubliche, das Niemalsmöglicherscheinende ist wahr geworden: Lea hat endlich einen Stundenplan. Ne, im Ernst, mit richtigen Vorlesungen, jeden Tag in der Woche und noch dazu auf Englisch! Das ist mehr als zu Träumen gewagt hätte! Aber mit Hilfe der unglaublich netten ungarischen Jungs an meiner Fakultät ist das Unglaublich doch Wahrheit geworden.
Ich muss sagen, was echt genial ist, an meiner Uni, ist die Klassengröße. Anscheinend ist Mathe in Ungarn noch unbeliebter als in Deutschland (was ich niemals für möglich gehalten hätte) und so hat hier jeder Jahrgang ab dem 3. Semester ungefähr so um die 15-20 (!!) Leute, was in teilweise Privatklassen mit Profs ausartet, total krank. Ich hab heute nämlich einen total netten Kerl kennengelernt, der mir angeboten hat, mir mit meiner komplexen Funktionentheorie-Vorlesung zu helfen (was auch bitter nötig sein wird, weil der Prof die meiste Zeit der Vorlesung damit verbringt auf seinen Schuhabsätzen vor und zurück wippt und versucht seinen Faden wieder zu finden). Anschließend meinte er dann: Hey, und wenn du noch Vorlesungen brauchst, ich hab da Privatunterricht beim Prof, aber du kannst gerne noch einsteigen, dann sind wir wenigstens zu zweit. Voll geil sowas, allerdings hat das natürlich den eindeutigen Nachteil, dass ich jetzt tatsächlich immer in die Uni muss UND nicht zu spät kommen kann. Okay, das zweite ist eindeutig das größte Problem, ihr kennt meine Pünktlichkeit in Vorlesungen ;) Aber die Profs sind einfach total nett, was auch etwas darüber hinweghilft, dass ich grad nicht sooo viel von dem verstehe von dem. was die erzählen..
Sonst gibts grad nicht so viel, meine Hausaufgaben im Sprachkurs sind jetzt nur noch Ungarisch mit meinen Freunden zu reden und im Restaurant zu bestellen (pff :D) und ich werd grad ausm Mäcces rausgeschmissne, immer noch meine einzige INternetquelle.. Später mehr!! ciaoi

Montag, 22. September 2008

zürück (vissz)

Ja, da bin ich also wieder in meiner dritten Heimat angelangt - mit Vordiplom, boah!! :) Also.. so wahrscheinlich, aber meine mündliche Prüfung in Numerik hab ich auf jeden Fall bestanden und Ana müsste wohl doch auch gereicht haben. Das heißt, ich kann mich jetzt vollkommen meinem ungarischen Leben widmen!
Aber natürlich konnte ich München nicht verlassen ohne dem Oktoberfest einen Besuch abzustatten. Doch zuerst hieß es Freitag nach meiner letzten Wohnung erst mal Wohnung ausräumen, was Ewigkeiten in Anspruch genommen hat. Ich hatte einfach so viel Mist noch da, inklusiver meiner.. äh.. ja Milchzähne, keine Ahnung, warum ich die mit nach München genommen habe :)
Sonntag morgen waren wir nach harter Arbeit dann endlich fertig, die Wohnung war leer, meine Family war wieder aufm dem Weg nach Hause (Vielen, vielen Dank euch noch mal!!) und nachdem ich mir bei Yvonne noch mal schön den Bauch mit Waffeln vollgeschlagen haben, war alles bereit für den Wiesn Besuch. Rein ins Dirndl, Thomas geschnappt und nichts wie ab ins.. Käferzelt. Okay, nicht ernsthaft, aber wir wollten mal schaun, welchen Promis man da so alles über den Weg läuft. Tja, um ehrlich zu sein.. nicht wirklich vielen nennenswerten - Germany's Next Topmodel, die Bacholerette und jetzige Freundin von Oli Pocher und Elton. Und das alles bei über 6 Euro für ne Halbe. Schweinsteiger war natürlich nicht da und deswegen sind wir dann auch ziemlich schnell wieder gegangen und haben woanders weitergefeiert..
ja, und dann gings (viel zu früh) per Nachtzug mit zwei Schweizern und einem Russen im Abteil wieder Richtung Budapest. Das ist irgendwie schon ein komisches Gefühl, so ein Hin- und Hergerrisensein zwischen den Welten. Auf der einen Seite bin ich in München einfach total heimisch und es fällt mir viel schwerer als erwartet Abschied zu nehmen und auf der anderen Seite freu ich mich auch wieder total endlich wieder hier zu sein - und natürlich nicht nur wegen Sprachkurs morgen ;)

Mittwoch, 10. September 2008

lernen und so..

Die Motivation war da.. aber Gott, ich glaub, es war wohl doch ein bisschen utopisch zu glauben, dass ich hier echt zum Lernen komme.
Aber mal von vorne. Nachdem ich natürlich immer noch keinen Stundenplan habe, hatte ich zumindest gestern das erste Mal Sprachkurs. Haltet euch fest: Nicht nur, dass ich anscheinend die einzige Anfängerin zu sein scheine zur Zeit und ich deswegen für den Gruppenpreis Privatunterricht bekomme, nene, es kommt noch besser.. Mein Sprachlehrer ist jung, cool und heiß! Ach ja, und bevor ichs vergesse zu erwähnen, auch als Sprachlehrer ziemlich begabt :) Hach,ich freu mich schon auf morgen, dann ist das nächste Mal, ich kanns kaum erwarten, die Leute um mich herum auch mal einigermaßen zu verstehen.
Nach dem Sprachkurs bin ich natürlich auch nicht zum Lernen gekommen, weil Agnetha und Zsófi großes Dinner bei sich zu Hause veranstaltet haben, mit viel Wein und Palinka (ungarischem Schnaps) und zumindest weitgehend gelungenem Essen. (Haha, ne, Agnetha, es war echt lecker!!).
Jetzt habe ich heute wieder Kopfschmerzen, aber für den schönen Abend hat sichs echt gelohnt. Verständigung lief irgendwie auf einem Mix aus Englisch, Deutsch, Ungarisch und Polnisch,aber ich glaub irgendwie hat doch jeder alles so halbwegs mitbekommen. Es ist schon witzig, wie alles irgendwie mit dem Schüleraustausch meiner deutschen Schule in Meschede mit der ungarischen Jungenschule in Pannonhalma zusammenhängt. Deswegen bin ich hier, Agnetha hat ihren (ungarischen) Freund aus Pannonhalma kennengelernt, als er nach dem ungarischen Abi ein Jahr in Meschede verbracht hat, Agnetha hat ihre Mitbewohnerin Zsófi über deren Freund kennengelernt, der auch ein Jahr in Meschede war und dann waren gestern noch ein Freund von Zsófi und seine polnische Freundin da, der ein Jahr im Stift Melk in Österreich verbracht hat, was als Benediktinerkloster ziemlich engen Kontakt auch zu unserem Kloster hat. Ja, so schließt sich der Kreis..
Mal schaun, ob ich gleich noch mit meinem Mitbewohner Florián ins Kino gehe. Der hat mich gestern gefragt, ob ich Lust hab, und ich hab spontan sofort zugesagt, aber anscheinend ist das in Ungarn schon sowas wie ein Date, und nachdem mein anderer Mitbewohner Tamás gestern noch meinte, dass ich mich wohl glücklich schätzen könnte, die erste Frau überhaupt gewesen sein könnte, mit der Florián mehr als drei Worte gewechselt hat, beginne ich mich langsam zu fragen, worauf ich mich da schon wieder eingelassen habe..

Sonntag, 7. September 2008

endlich wieder licht :)

Ich habe endlich wieder Licht! Mir ist die Sicherung rausgeflogen und weil ich den Sicherungskasten nicht gefunden habe, hab ich dann die letzten drei Tage im Dunkeln verbracht. Heute hab ich mich entschlossen, dass es echt nicht so weiter gehen kann, aber erklär mal deinem Vermieter, was passiert ist.. auf Ungarisch :) Vollkommen hoffnungslos, aber noch schaffbar. Noch hoffnungsloser allerdings die Versuche vom Vermieter mir zu erklären wo der Sicherungskasten hängt. Der hat sich dann doch lieber 1 1/2 Stunden ins Auto gesetzt, nach Budapest gefahren, das selbst geregelt und ist dann wieder nach Hause gefahren. Mann, hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber weil noch keiner meiner neuen Mitbewohner da ist, war das irgendwie die einzige Möglichkeit. Wobei... eigetnlich wohnt der eine schon da, aber ich habe das gewisse Gefühl, dass der irgendwie Angst hat mich zu treffen. Der kommt immer heim, wenn ich schon am schlafen bin und ist wieder weg, wenn ich aufwache. Ich hab dann noch versucht, per Zettel mit ihm in Kontakt zu treten und ihn um Hilfe gebeten, aber nachdem er auch das gewissenhaft ignoriert hat, bin ich mal gespannt, wann ich ihn das nächste Mal zu Gesicht bekommen werde..
Total witzig, ich hab vorgestern abend rausgefunden, dass über mir auch Deutsche wohnen, 3er WG von deutschen Medizinstudenten. Das sieht nämlich so aus, das viele, die in Deutschland wegen NC keinen Studienplatz bekommen habe, nach Budapest an die Semmelweis-Universität zum Studieren kommen und hier ihr Grundstudium (oder wie das für Medizinier heißt) absolvieren. Das kostet dann ein Schweinegeld (über 5000 €), aber zumindest kann man auf Deutsch studieren und meistens später in Deutschland weitermachen. Naja, auf jeden Fall hatten die Jungs ne Party oben und ich habe dann für den Abend alle guten Lernvorsätze über Bord geworfen und 2, 3 Bierchen mitgetrunken :). Was mich ziemlich geschockt hat, war die Tatsache, dass die allesamt nur schlechte Erfahrungen mit Ungarn gemacht haben. Obwohl die alle schon mehr als 1 Jahr in Budapest wohnen, kennt keiner irgendwelche Ungarn und meinten alle Ungarn seien ihnen vollkommen negativ begegnet. Total krass, , ich meine ich wohne hier ja gerade mal eine Woche und hab Ungarn sonst immer nur über Dudus kennengelernt, aber meine Erfahrungen waren (auch in der letzten Woche) sooo positiv und ehrlich gesagt macht mir das jetz doch ein bisschen Angst, dass die Erfahrungen von denen sooo schlecht sind. Naja, ich hoffe einfach mal, das liegt nur daran, dass die immer in Gruppen von 30 deutschsprechenden Leuten durch die Stadt ziehen.. oder so..
Sonst ist mir grad eher n bisschen langweilig, ich muss den ganzen Tag lernen und wie gesagt noch keiner da. Morgen fängt aber endlich mein Sprachkurs an und ich hoffe, dann wirds wieder ein bisschen spannender!

Freitag, 5. September 2008

deutsche Organisiertheit..

Jeder, der mich nur so einigermaßen kennt, weiß: Organisiertheit ist eines jener Worte, die mich wirklich ziemlich schlecht bis gar nicht beschreiben.
Tja, heute ist mir aber klar geworden, wie relativ so eine Beurteilung sein kann. Ich versuche jetzt schon seit fünf Tagen einen Stundneplan für mein Semester zu bekommen und werde von Hinz nach Kunz und wieder zurück geschickt und natürlich haben sämtliche ERASMUS Betreuer in den ersten zwei Wochen des Semesters ihren wohlverdienten Urlaub genommen. Drei Stunden heute wieder durch die Uni geirrt, und keinen Deut weitergekommen, es ist sooo frustrierend! Ich weiß noch, wie Agnetha mir bei meinem letzten Besuch in Budapest mal erzählt hat, wie schlimm die ungarische Bürokratie ist, aber ich war so: jaja, das kann ja echt nicht schlimmer sein als in Deutschland... Tja, das Chaos hier kann man sich nur vorstellen, wenn man es am eigenen Leib erfahren hat, unvorstellbar! Und so darf ich dann nächste Woche wieder hin! Uff!!
Naja, wenn ich grad nicht den ganzen Tag in der Uni verbringe, versuche ich wenigstens einigermaßen zum Lernen zu kommen. Ach, dass ich jetzt noch in zwei Wochen Prüfungen in Deutschland schreiben muss, ist so ärgerlich, weil jetzt natürlich die ganzen Erasmus-Prüfungen überall sind.. und ich nicht hin kann :(
Haha, naja, dafür versack ich dann mit meinem Vermieter in der Küche bei ner Flasche Wein. Ja, genau der von meiner letzten Story.. Hat sich rausgestellt, dass der echt total nett ist und so haben wir dann gestern den ganzen Abend bei Original ungarischem Wein verbracht. Und NEIN, ich find ihn nicht heiß, bevor hier noch irgendwelche Gerüchte aufkommen :)

Mittwoch, 3. September 2008

Entscheidung gefällt

So, nach zahlreichem Hin- und Herüberlegen ist die Entscheidung gefallen. Eigentlich habe ich keine Ahnung, worauf ich mich da eigentlich einlasse, ich habe ja noch nicht mal WG-Erfahrung.. aber es sieht so aus, als hätte ich ab morgen eine Zimmernachbarin :)
Ja, es wird die erste Wohnung! Krizstina ist total nett und deswegen habe ich mich dann spontan noch bei unserem Treffen entschieden, dass ja wirklich nicht so viel dagegen spricht, es einfach mal zu versuchen, zumal die meisten Ungarn hier sowieso nicht verstehen, was überhaupt mein Problem ist (war). Viele von denen, die ich bis jetzt kennengelernt habe, waren früher auf einem Internat oder haben zumindest lange Zeit mit ihren Geschwistern ein Zimmer geteilt.. also, wenn die das alle schaffen, dann besteht für mich ja auch eine gewisse Chance =) Außerdem ist die Wohnung einfach echt schön und ich wohne jetzt tatsächlich mit drei Ungarn zusammen, Kristzina, dem Sohn vom Vermieter und noch einem Jungen. Haha, also, wenn der Sohn drauf ist, wie der Vermieter selber, wird das eine verdammt witzige Zeit werden:
Nachdem ich heute nachmittag schon mal meinen Schlüssel (a kulcs) abgeholt hatte, bin ich heute abend noch mal hin um den ersten Teil meines Gepäcks abzuliefern. Ich schließe die Tür auf und auf einmal steht doch noch der Vermieter vor mir, der eigentlich schon zwei Stunden früher hatte gehen wollen. Er guckt mich total komisch an und meint: Oh, ich habe Sie noch gar nicht mehr erwartet. Ich denke mir nicht viel dabei und gehe in mein Zimmer um meine Sachen abzuladen und den Schrank einzuräumen, aber als ich dann fünf Minuten später wieder rausgehe, um den Vertrag abzugeben, ist der Kerl wie vom Erdboben verschluckt. Nachdem ich ihn dann nirgendwo in der Wohnung gefunden hab, hab ich mir halt gedacht: Mh, das ist schon ein bisschen unhöflich einfach so zu gehen, aber na gut.. Also gehe ich noch einmal kurz in die Küche um mir schnell was zu trinken einzuschenken und dann wieder zu gehen, als ich plötzlich verdächtige Geräusche aus dem Zimmer höre, das eigentlich seinem Sohn gehört und am Nachmittag noch abgeschlossen gewesen war. Tja, und dann fallen mir auf einmal die hochhackigen Frauenschuhe neben der Tür auf.. obwohl Kristzina erst in einer Woche einziehen wird.. als die Geräusche immer lauter wurden, hab ich mich dann entschlossen, das mit dem Vertrag doch lieber später zu klären und zurück in Agnethas Wohnung zu fahren :)

Dienstag, 2. September 2008

Montag, 1. September 2008

Schock!

Es wär auch zu schön gewesen, wenn alles locker weitergelaufen wäre..
Heute war Registrierungstag an der Eötvös Loránd Tudományegyetem, meiner ungarischen Uni. Das heißt.. hätte sein sollen, denn irgendwie ist dann doch nur alles schief gegangen, was hätte schief gehen sollen.
Das ganze fing schon heute morgen damit an, dass O2 anscheinend beschlossen hatte nicht wie vorgesehen meinen Handyvertrag am 1.Oktober auf Eis zu legen, sondern doch lieber gleich am 1. September. Etwas blöde, weil es so quasi unmöglich war Dudus am Campus zu finden, der eigentlich meine persönlicher Mentor hätte sein sollen und ich mich jetzt auf einmal alleine durchs Uni-Wirrwarr schlagen musste.
Wer denkt, dass die TU München etwas unorganisiert ist.. HA! Ihr habt keine Ahnung! Hier sitzen zwar an jeder Ecke irgendwelche Pförtner oder Menschen, die angeblich den Weg weisen sollen, aber.. keiner hat auch nur die geringste Ahnung! Nicht, dass nicht alle total freundlich und hilfsbereit gewesen wären.. aber im Endeffekt hats doch eine Stunde gedauert, bis ich endlich beim zuständigen Büro des Mathekoordinator angekommen war, der mich dann weiterschickte - nur um das festzustellen, dass Ms. Erasmus coordinator für die nächsten zwei Stunden Mittagspause haben würde. Dudus hatte ich immer noch nicht gefunden und so beschloss ich ein wenig Budapest zu erkunden, zumindest die Gegend um die Uni. Hach, ich werd glaub ich wie aus Amerika wieder zurückkommen - mindestens 20 Kilo schwerer, weil überall leckeres Essen und noch nicht mal eine Mensa, die einen vor den schlimmsten Verführungen bewahren könnte!
Naja, nach zwei Stunden war ich dann wieder an der Uni nur um dann festzustellen, dass die Frau DOCH nicht zuständig war, aber zumindest fand ich endlich Dudus wieder. Ihr könnt natürlich ahnen, wo wir dann hinmussten: oh ja, zurück zu Nummer 1, der schließlich den Vogel abschoss, als er mir eröffnete, dass ich da wohl was falsch verstanden hätte: "English lectures? No, I'm sorry, since we hardly have any foreign students, this would not make any sense. But I have written this to you in my e-mails!" (okay, also für alle, die jetzt ein lachendes "ooh typisch Lea" von sich geben: hat er nicht!!! Ich hab grad noch mal alle E-Mails gescannt! :) ).
Ja, da saß ich nun, "etwas geschockt", aber zumindest hätte ich so wirklich die Zeit fünf Mal pro Woche 6 Stunden am Tag zum Sprachkurs zu gehen, yeah! Zum Glück stellte sich dann doch raus, dass es wohl doch knapp ein Dutzend englische Vorlesungen geben wird, so dass ich wohl doch nicht so ganz ums Mathemachen rumkommen werde, aber Zeiten und Orte stehen noch nicht fest (oh Univis, wie vermiss ich dich!).
Natürlich konnte ich meine Kurse dann aber nciht mehr registrieren, weil der zuständige Betreuer schon Feierabend gemacht hatte und jetzt darf ich morgen wieder hin. Also da sag dann noch mal einer: Deutschland sei bürokratisch! Aber Loriot hätte glaub ich seine wahre Freude an dieser Welt.. und ich auch irgendwie :)

Samstag, 30. August 2008

Erste Kopfschmerzen :)

Szíasztok!!

Wow, da bin ich nun also in Budapest, Hauptstadt des wundervollsten Landes, das ich kenne :). Im Vergleich zu euch allen anderen Auslandssemestlern ist das natürlich fast um die Ecke zu Deutschland, aber nach siebeneinhalb Stunden Zugfahrt von München Hauptbahnhof nach Budapest keleti pályaudvar bin ich doch irgendwie in einer, wenn nicht ganz anderen, doch irgendwie chaotischeren, verrückten und insbesondere auch viel wärmeren Welt gelandet!
Zum Glück musste ich die erste Nacht in der großen Stadt nicht unter der Kettenbrücke übernachten wie befürchtet, sondern bin bei Agnetha aus meiner ehemaligen Stufe, die in Budapest studiert, und ihrer ungarischen Mitbewohnerin Zsófi (sprich Jofi) untergekommen.
Mann, war das ein Chaos, bis einen Tag vor der Abreise konnte ich Agnetha nicht erreichen und mein ungarischer Freund Dudus (sprich: Dudusch), der mich eigentlich am Hauptbahnhof abholen wollte, war auch nicht aufzutreiben. Zum Glück hat sich das aber dann nachts um 10 auch noch geklärt und weil Agnetha gerade auch noch in Deutschland ist standen Dudus und Zsófi so am Donnerstag um 17.00 Uhr am Bahnhof um mich abholen und haben samt meiner zwei riesigen Koffer in die Wohnung gebracht. Und sofort wurde mir klar, dass die Nervösität, die sich während der Zugfahrt so langsam in meiner Magengegend ausgebreitet hatte, vollkommen unbegründet war. Dudus kenne ich ja seit dem Schüleraustausch zwischen unseren beiden Schulen, aber auch Zsófi war einfach so nett, dass ich mich wieder sofort total wohl gefühlt habe.
Weil ich natürlich schlecht für das ganze Jahr Agnethas Bett für mich in Anspruch nehmen kann, haben Zsófi und ich uns sofort noch Donnerstag abend auf Wohnungssuche gemacht und nachdem wir gestern drei besichtigt haben, steh ich jetzt vor der Qual der Wahl.
Nummer 1: groß, wunderschön renovierter Altbau, drei ungarische Mitbewohner ( ich will ja schließlich die Sprache lernen :) ), netter Vermieter, ABER ich müsste mir mein Zimmer mit dem einen Mädel teilen, welches ich bis jetzt noch nicht kennengelernt habe.
Nummer 2: okay.. drei Worte: CHAOS,CHAOS, CHAOS!!! oh und klein und komische Mitbewohnerin.. also.. ja.. ne.. ich glaub NICHT, dass das meine Wohnung werden wird!!
Nummer 3: normalgroß, eingerichtet wie meine Oma es mögen würde und eine nette Mitbewohnerin, die allerdings nur unter der Woche da sein würde und schon arbeitet. Aber ich hätte mein eigenes Zimmer..
so pleeeease.. wer immer sich angesprochen fühlt: ich brauche Hilfe und Rat!!
Den Rest des Tages sind wir dann noch in der Stadt rumgelaufen und haben Stadtkarte (unverzichtbar!!) und Wörterbuch gekauft und ich hab mich für meinen Sprachkurs angemeldet, der Mitte September anfängt! Ich kanns kaum erwarten, dass es endlich losgeht, denn zur Zeit verstehe ich wenn überhaupt ein paar Brocken von Gesprächen und mein meistverwendeter ungarischer Satz ist: "nem magyarul beszélek!" (Ich spreche kein Ungarisch).
Ja, und jetzt zu meinen Kopfschmerzen: Der krönende Abschluss des Tages war die Geburtstagsparty von Zsófis bestem Freund und.. okay.. Ungarn wissen wie man feiert ;) War ein total schöner Abend und ich bin einfach begeistert, wie offen und herzlich alle sind! Ich glaub Ungarn ist für mich wirklich das perfekte Auslandsjahr.. und gewisse Leute munkeln bereits, dass ich nie wieder zurückkommen werde. We'll see :)

ungarisches Wort des Tages: szía = hallo