Freitag, 16. Januar 2009

kurze Zusammenfassung der letzten *hust* drei Monate

Huhu alle beisammen,

uff, wenn man bedenkt, wie lange ihr jetzt schon nichts mehr von mir gehört habt, könnt ihr euch vorstellen, wie lange dieser Blogeintrag eigentlich werden sollte (ich verweise da einfach mal ganz diskret auf den Umfang des letzten Eintrags von Matthias ;) ). Ich machs aber lieber kurz, und komm lieber auf die aktuellen Sachen, sonst langweilt ihr euch nur zu Tode auf den folgenden 50 Seiten.. mh.. also im Schnelldurchlauf. Nach Krakau gings wieder zurück nach Budapest. Die Sache mit dem nur noch ungarischreden mit meinen Mitbewohnern hat natürlich nicht geklappt, dafür hab ich mir drei Sprachtandempartner gesucht, mit denen ich mich jeweils ein Mal pro Woche zum Ungarisch-Deutsch-Sprechen verabredet hab. Betonung liegt auf Vergangenheit :) Mit Zsuzsi treff ich mich immer noch, das wird sogar immer mehr zur Zeit, weil wir einfach voll gut miteinander klarkommen und sich wirklich auch mal eine der wenigen Ungarn, die verstehen, dass man es als Ausländer nicht unbedingt versteht, wenn man im doppelten Sprachtempo mit sämtlichen Fachwörtern zugelabert wird, die man so kennt.. mit Nummer zwei ist die ganze Sache leider irgendwie wieder eingeschlafen.. und mit Nummer 3, András (sprich Ondrasch).. hat sich die Sache mit der Sprachpartnergeschichte irgendwie ganz schnell wieder erledigt. Also, wir sehen uns halt immer noch, nur jetzt nicht mehr so auf der Sprachpartnerebene.. ja, da wären wir dann auch bei der ersten wichtigen Veränderung angekommen: Lea hat dann wohl seit Ende November einen ungarischen Freund :)
Zweite wichtige Veränderung: Ich bin wieder umgezogen. Mir gefiels in meiner alten Wohnung ja irgendwie schon die ganze Zeit nicht so richtig. Die Wohnung selbst und das Gebäude ware der Hammer, aber die Sache mit dem WG-Leben hat sich irgendwie nicht so wirklich nach meinem Geschmack entwickelt. Irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass wir, obwohl wir alle zusammen da gewohnt haben, nicht miteinander gelebt haben, sondern so aneinander vorbei. Mir fehlte halt dieses Nachhausekommen, Sichausquatschen, erzählen, was so am Tag passiert ist undundund. Also habe ich mich wieder auf die Suche gemacht und hab mich schlussendlich recht spontan für eine "Oma"-Wohnung (wobei meine Omas eindeutig besseren Geschmack beweisen!!!) mitten im Zentrum von Budapest entschieden, da wo das richtige Leben abgeht. Die Lage ist also einfach einmalig und meine Mitbewohner/innen schon viel mehr nach meinem Geschmack, aber die Einrichtung ist echt gewöhnungsbedürftig ;) Und das blöde ist einfach, dass meine Mitbewohner alle schon arbeiten und wir uns wegen unserer gegensätzlichen Tagesplanungen nur recht spärlich zu Gesicht bekommen. Aber auf jeden Fall fühle ich mich in meiner neuen Wohnung einfach soooo viel wohler, das zwischenmenschliche passt so viel besser.
Das sind eigetnlich schon die großen Veränderung..
Weihnachten hab ich natürlich zu Hause verbracht (Gott hatte ich ein Heimweh ab dem 19./20. Dezember so) und hab fast so etwas wie einen inversen Kulturschock erlebt. Das Ganze ist schon ziemlich komisch, insbesondere weil ich Ungarn gar nicht so unterschiedlich von Deutschland wahrnehme. Aber plötzlich sieht man doch die Unterschiede in der Lebensqualität, aber auch zum Beispiel in der Einstellung der Menschen in beiden Ländern. Zum Beispiel war mir früher nie aufgefallen, wie höflich doch alle Deutschen miteinander umgehen, während die Ungarn eigentlich immer lieber gleich zum Punkt kommen (was mir wirklich gar nicht mal so unsympathisch ist).
Silvester hab ich mit einer ziemlich coolen Gruppe internationaler Leute wieder in Budapest gebracht.. und hab den teuersten Eintritt meines gesamte Lebens bezahlt... 28 Euro!!! Ohne Trinken, ohne Essen, einfach nur Eintritt!! Der Laden sieht dann halt auch so von innen aus:
nennt sich Moulin Rouge und ist eigentlich ein Revuetheater.. aber sooo toll war die Party dann jetz auch nicht, dass es den Preis wert gewesen wäre ;)







Soa, das wärs dann mal für heute, zum Abschluss noch ein paar Fotos von dem absolut coolen Konzert von einer mazedonischen Band, auf dem ich heute war. Ich hab ja keine Ahnung von Musik, aber das Ganze hörte sich für mich irgendwie so in Richtung Ska an auf Basis von mazedonischer Volksmusik.. und war einfach von der Energie kaum zu übertreffen!! Oben die die eigentliche Band, darunter die ungarische Vorband, waren beide echt ziemlich cool!

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